Stefan Teufel

Einer von uns. Einer für uns.
Ihr Landtagsabgeordneter.

Im Gespräch mit den Jägern

Die Jäger und die Politik: eine ganz besondere Kombination! „Das haben wir ‚der Politik‘ zu verdanken“, sagte der Vorsitzende des Kreisjägerverbandes, Ottmar Riedmüller während des Gesprächs bei der Grill- und Schutzhütte in dem herrlich gelegenen Waldstück bei Zimmern-Stetten mit den beiden Abgeordneten von Bund und Land, Volker Kauder und Stefan Teufel.

 

Doch er korrigierte sich schnell: Was die Jäger derzeit auszubaden haben, haben sie nicht „der Politik“ schlechthin zu verdanken, sondern dem Jagdgesetz, das von der früheren grün-roten Landesregierung in Kraft gesetzt wurde. Gegen den Widerstand und den Willen der Jäger. Doch es gilt. Auch wenn seit dem Regierungswechsel manche Bereiche, wie das Fütterungsverbot, teilweise abgemildert wurden.

„Eigentlich“ wollte der Kreisjägermeister zu diesem Gesetz, gar nicht mehr so viel sagen, räumte er zum Beginn des Treffens in der idyllischen Landschaft ein – warum das Ärgerliche ansprechen bei der so aufgeräumten Stimmung im Rahmen der Sommertour des CDU/CSU-Fraktionsvorsitzenden?

Doch warum nicht? Erst einmal aber erlebten die beiden christdemokratischen Politiker und deren Begleitern samt einiger Jäger bei der knapp einstündige Waldbegehung im Revier von Ottmar Riedmüller – einschließlich der Betrachtung der dortigen Brücke über den Teufenbach und die etwas merkwürdig anmutende Diskussion über deren Zukunft – ein Waldgebiet, das so sicherlich nicht überall anzutreffen ist. „Wenn es einen Vorzeigewald gibt, dann ist es dieser hier“, lobte nicht nur Volker Kauder den so aufgeräumten und gepflegten Zustand, „der sicherlich seinesgleichen sucht.“

Nicht nur hier und bei den Erläuterungen durch den seit vier Jahren amtierenden Kreisjägermeister gab es den Fingerzeig auf die vielfältigen Tätigkeiten eines Standes, der in einer bestimmten politischen Richtung eher keine Freunde hat. Und ganz wenig Ansehen.

Und gerade deswegen wohl griff Ottmar Riedmüller bei der ausführlichen Gesprächsrunde nach der Waldbegehung dann doch noch einmal seine Bedenken gegen das geltende Jagdgesetz auf, bei dem es „auch Dinge gibt, die in Ordnung sind“, aber Bereiche wie das Fütterungsverbot, Einschränkungen bei der Schwarzwildbejagung und einem Mehr an Bürokratie können und wollen die Jäger so nicht hinnehmen.

Und sie tun sich schwer damit, dass das Misstrauen gegen Jagd und Jäger zu offensichtlich in das Gesetz eingeflossen ist.

Skurril mutet es nicht nur den Jägern an, wenn in Baden-Württemberg bleihaltige Munition verboten ist, außerhalb des Landes mit Blei erlegtes Wild jedoch in unserem Bundesland vermarktet werden darf.

Es sind zu viele Ungereimtheiten und es ist zu vieles, was die Tätigkeit der Jäger einschränkt und sie in ihrer Arbeit behindert, als dass dies so akzeptiert werden könnte. Was die beiden CDU-Politiker genauso sehen. Und während Volker Kauder kurz und ohne Umschweife einräumte, dass ein neues Bundesjagdgesetz in dieser Legislaturperiode nicht mehr kommen wird, geht Stefan Teufel davon aus, dass nach den bisher schon gelockerten Vorschriften durch Minister Peter Hauk manches auf den Prüfstand gelegt werden wird.

Der Wald, die Jagd, das Aufrechterhalten des natürlichen Gleichgewichts in der Natur – es sind dies alles für die Christdemokraten zu wichtige Momente, um sich nicht sehr intensiv darum zu kümmern.

So fügten sich genau dieses Versprechen, das gemeinsame Vespern nahe der  idyllisch gelegenen Grill- und Schutzhütte und die von den Jagdhornbläsern dargebrachten so typischen Klänge zusammen zu einer Melodie des Miteinander in der Absicht, der Jagd den Stellenwert zurückzugeben, der ihr gebührt.

Denn mit dem Satz von Ottmar Riedmüller, „Es passt nicht mehr viel zusammen“ will sich niemand zufrieden geben. Im Gegenteil. „Sie haben uns an Ihrer Seite“, betonten Volker Kauder und Stefan Teufel gleichermaßen. Wenn auch allen Beteiligten klar ist: auf null lässt sich das Gesetz nicht mehr stellen. Doch Korrekturen werden kommen.