Stefan Teufel

Einer von uns. Einer für uns.
Ihr Landtagsabgeordneter.

Teufel im Dialog mit der Chefin der Arbeitsagentur Sylvia Scholz

Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist nach den für Juni veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) auf 2.853.000 Arbeitslosen gestiegen. Doch es steht zu befürchten, dass die magische Grenze von drei Millionen Arbeitslosen aufgrund der Corona-Krise und den damit verbundenen Einbrüchen in der deutschen Wirtschaft erstmals seit fünf Jahren wieder überschritten werden könnte. Für den Rottweiler Landtagsabgeordneten Stefan Teufel ist der Arbeitsmarkt die Triebfeder für eine gute Zukunft. Die Sorge um die wirtschaftliche Lage treibt ihn um. Bei einem Gespräch mit Sylvia Scholz, Chefin der Agentur für Arbeit Rottweil – Villingen-Schwenningen, berichtet Scholz: „Wir haben hier in der Region im Vergleich zum Vorjahr in der Arbeitslosenversicherung (SGB III) einen Anstieg der Arbeitslosigkeit von fast 95% - den höchsten Wert in Baden-Württemberg. Die Grundsicherung für Arbeitssuchende ist von der Entwicklung noch nicht so stark betroffen, hier hat sich die Arbeitslosigkeit im Jahresvergleich um ca. 30% angestiegen.“

Viele der bereits durch den Strukturwandel auf dem Arbeitsmarkt betroffenen Unternehmen werden durch die Auswirkungen von Corona und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Einbruch zusätzlich belastet. Der Welthandel muss dringend in Gang kommen sowie das 130 Milliarden Euro Konjunkturpaket der Bundesregierung „zünden“. Für den Rottweiler Landtagsabgeordneten und stellvertretenden Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion, Stefan Teufel ist klar: „Diese Krise können wir nur gemeinsam finanziell bewältigen – Bund, Land und Kommunen.“

Durch die noch nie dagewesenen Hilfsprogramme des Landes von über 5 Milliarden Euro Soforthilfe gleich zu Anfang der Krise, mit weiteren 1,5 Milliarden Euro im zweiten Paket, mit 65 Millionen Euro Unterstützung für den digitalen Fernunterricht und weitern 40 Mio. Euro für die Busunternehmen, ist Baden-Württemberg eines der Vorzeigeländer überhaupt. „In vielen außerordentlichen Sitzungen haben wir kurzfristige Entscheidungen treffen müssen, sei es aufgrund von medizinischer oder wirtschaftlicher Sicht. Die Gradwanderung war und ist auch weiterhin nicht immer einfach“, so Teufel. So begrüßt Teufel die Ausbildungsprämie, die ein richtiger Schritt ist, um dem drohenden Rückgang an Ausbildungsverträgen im Herbst entgegenzuwirken. „Unsere Betriebe brauchen Planungssicherheit. Wir müssen Anreize schaffen, damit von den Betrieben nicht weniger neue Ausbildungsverträge mit den Jugendlichen abgeschlossen werden. Die Investition in Auszubildende ist auch in dieser schwierigen Situation wichtig und wird sich vor allem im nächsten Aufschwung auszahlen, wenn Fachkräfte wieder dringend benötigt werden“, betonte Teufel, der sich gemeinsam mit der Agenturchefin für eine hohe Ausbildungsbereitschaft bei den Betrieben wirbt. Arbeitnehmer*innen für Qualifizierung und Weiterbildung zu gewinnen, ist auch in der Krise ein Aufgabenschwerpunkt der Agentur für Arbeit. „Wer Interesse daran hat, sich beruflich weiter zu qualifizieren oder einen Berufsabschluss erwerben will, kann sich gerne an die Agentur für Arbeit wenden. Es gibt gute Fördermöglichkeiten, für Unternehmen und Arbeitnehmer“ so Scholz. Denn eines zeichnet sich bereits jetzt schon ab. Es wird in der Region weiterhin einen Fachkräftemangel geben. Wer jetzt an seiner beruflichen Qualifizierung arbeitet, erhöht seine Zukunftschancen auf dem Arbeitsmarkt.

 

Es gilt die Wirtschaft zu stärken und die Arbeitsplätze zu sichern. Angesichts der Begrenztheit der Mittel müsse dabei eine möglichst große Hebelwirkung das Ziel sein. „Bei der Städtebauförderung des Landes zum Beispiel löst jeder Euro des Landes vor Ort insgesamt acht Euro an Investitionen aus“, erläuterte Teufel. „Wir müssen clever helfen“, forderte er. Dazu zähle auch ein Abbau von Vorschriften und Regeln, die Bürger, Vereine und die Wirtschaft hemmen. „Wir wollen die Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze sichern, aber zukünftige Generationen nicht überfordern“. Die Reihenfolge muss lauten: Stabilisieren, Investieren und Stimulieren - und danach auch wieder Konsolidieren“, so Teufel abschließend.