Die anhaltende Dürre stellt viele landwirtschaftliche Betriebe in Baden-Württemberg vor erhebliche Herausforderungen. Besonders angespannt ist die Situation bei Ökobetrieben, denen zunehmend Bio-Raufutter und Bio-Feldfutter fehlen. Das Land hat deshalb den Katastrophenfall im Sinne des europäischen Ökorechts ausgerufen und damit unter anderem den Zukauf konventionell erzeugten Futters ermöglicht.
Stefan Teufel MdL hat sich hierzu am Rande eines Besuches in Rottweil mit Landwirtschaftsministerin Marion Gentges MdL ausgetauscht und die aktuelle Situation der Landwirtinnen und Landwirte besprochen. „Die Lage auf den Höfen ist ernst. Wenn das Futter knapp wird, geht es unmittelbar um die Existenz vieler Betriebe und um das Tierwohl. Deshalb müssen wir jetzt alles daransetzen, dass Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird“, erklärt Teufel.
Die bereits beschlossene Möglichkeit, in der aktuellen Notlage konventionelles Futter zuzukaufen, sei ein wichtiger Schritt. Gleichzeitig müsse geprüft werden, wo weitere bürokratische Hürden abgebaut werden können. „Landwirtinnen und Landwirte brauchen jetzt keine zusätzlichen komplizierten Verfahren. Wer in einer solchen Ausnahmesituation Futter beschaffen muss, sollte dabei so wenig Bürokratie wie möglich vorfinden“, so Teufel.
Auch weitere angekündigte Maßnahmen wie die Nutzung von Brachflächen für die Futtermittelproduktion oder die Freigabe von Futterzwischenfrüchten im Rahmen des Landesförderprogramms FAKT seien wichtige Instrumente. Entscheidend sei nun, diese Möglichkeiten schnell und praxisnah umzusetzen.
„Unsere heimische Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil unseres ländlichen Raums. Gerade in einer solchen Krisensituation müssen wir unsere bäuerlichen Familienbetriebe unterstützen und ihnen Planungssicherheit geben. Dazu gehört für mich auch, Förderverfahren zu vereinfachen, Genehmigungen zu beschleunigen und unnötige Nachweispflichten auf das notwendige Maß zu reduzieren“, betont Teufel.
Die Dürre zeige einmal mehr, dass die Landwirtschaft zunehmend resilient auf Wetterextreme reagieren müsse. Dafür brauche es langfristig ebenso verlässliche Rahmenbedingungen wie kurzfristig schnelle Hilfe.
„Wir müssen jetzt handeln, damit unsere Landwirtinnen und Landwirte gut durch diese schwierige Situation kommen. Unterstützung muss ankommen – schnell, verständlich und unbürokratisch.“