Stefan Teufel MdL zu Gast bei Gross Bau in Bösingen


Stefan Teufel MdL zu Gast bei Gross Bau in Bösingen

Auf Einladung des CDU-Ortsverbands Bösingen-Herrenzimmern diskutierte der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel gemeinsam mit Vertretern aus Wirtschaft und Kommunalpolitik bei der Firma Gross Bau über das Thema „Infrastruktur und ihre Herausforderungen“. Die gut besuchte Veranstaltung zeigte deutlich: Das Thema bewegt die Menschen im ländlichen Raum.

Der stellvertretende Ortsverbandsvorsitzende Marco Kolic betonte in seiner Begrüßung die Notwendigkeit von Verlässlichkeit und Verantwortung – sowohl seitens der Politik als auch der Wirtschaft. Infrastruktur sei eine Gemeinschaftsaufgabe, die entschlossen angegangen werden müsse.

Florian Mayer, Niederlassungsleiter in Bösingen, stellte das 1884 gegründete Unternehmen vor, das heute in vierter Generation geführt wird und mit rund 38.000 Mitarbeitenden sowie etwa 600 laufenden Baustellen zu den größten Bauunternehmen im Land zählt. Die breite Aufstellung des Unternehmens, von klassischem Hoch- und Tiefbau bis hin zu spezialisierten Bauleistungen, beeindruckte die Teilnehmer.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen die aktuellen Herausforderungen der Branche. Neben dem Fachkräftemangel ging es insbesondere um Veränderungen bei der Vergabeordnung öffentlicher Aufträge. Hier sprach Mayer Probleme an, die in der Praxis zu Verzögerungen und Unsicherheiten führen. Teufel zeigte sich offen für Reformen: „Da muss etwas gemacht werden. Unsere mittelständischen Unternehmen brauchen schnellere Verfahren, weniger Bürokratie und mehr Planungssicherheit.“

Ein weiterer Schwerpunkt war die Nachwuchsgewinnung. Teufel unterstrich die Bedeutung einer starken Bildungspolitik vom Kindergarten bis zur beruflichen Ausbildung. Dabei stellte er klar: „Wir stehen für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Der Meister ist genauso viel wert wie der Master.“

Das duale Ausbildungssystem sei ein Erfolgsmodell und ein entscheidender Standortvorteil für Baden-Württemberg. Es sichere Fachkräfte, Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit – gerade im ländlichen Raum.

Auch die bauliche Entwicklung der Kommunen wurde thematisiert. Bürgermeister Peter Schuster berichtete von aktuellen Gesprächen und zeigte sich zuversichtlich hinsichtlich tragfähiger Lösungen. Zudem bedankte er sich für die Unterstützung bei Fördermitteln aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Teufel betonte die Bedeutung dieser Programme: „Investitionen in unsere Gemeinden sind Investitionen in Lebensqualität, Arbeitsplätze und Zukunftschancen.“

Die Veranstaltung bei Gross Bau machte deutlich, wie eng Infrastruktur, Wirtschaftskraft und Bildung miteinander verbunden sind. Für Stefan Teufel steht fest: Nur mit starken Unternehmen, qualifizierten Fachkräften und verlässlichen politischen Rahmenbedingungen kann der ländliche Raum seine Stärke weiter ausbauen.