Unternehmer trifft Landes- und Europapolitiker


Stefan Teufel MdL zu Besuch bei derr Firma Riapolymeres

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Landtagsfraktion, Stefan Teufel MdL, hat gemeinsam mit dem Europaabgeordneten Dr. Andreas Schwab das Unternehmen RIA-Polymers besucht. Im Mittelpunkt des Gesprächs mit Geschäftsführer Timo Schuler standen die aktuellen Herausforderungen für mittelständische Industrieunternehmen – insbesondere auf europäischer Ebene. RIA-Polymers ist ein innovativer Spezialist im Bereich hochwertiger Kunststofflösungen und steht exemplarisch für die industrielle Stärke des Standorts Baden-Württemberg. Forschung, technisches Know-how und hochqualifizierte Mitarbeitende sichern Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region.

Geschäftsführer Timo Schuler schilderte eindrücklich, wie stark europäische Regulierungen inzwischen in betriebliche Abläufe eingreifen. „Dokumentationspflichten, Berichtsvorgaben, Nachhaltigkeitsanforderungen und komplexe Zulassungsverfahren führten zu erheblichen administrativen Belastungen – insbesondere für mittelständische Unternehmen ohne große Rechts- und Compliance-Abteilungen“ so Schuler.

Dabei wurde deutlich: Die Unternehmen stehen zu Nachhaltigkeit, Klimaschutz und hohen Qualitätsstandards. Was sie brauchen, sind jedoch praktikable, planbare und mittelstandsfreundliche Regelungen.

Stefan Teufel betonte: „Unsere Unternehmen brauchen Freiräume für Innovation – keine Überforderung durch Bürokratie. Europa muss Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit zusammen denken.“ Auch Dr. Andreas Schwab unterstrich die Notwendigkeit, EU-Vorgaben praxistauglicher auszugestalten und mittelständische Strukturen stärker zu berücksichtigen: „Die Vereinfachungspakete sind ein wichtiger Erfolg unserer Fraktion im Europäischen Parlament: weniger überflüssige Bürokratie, klare Regeln und praxisorientierte Verfahren für unseren Mittelstand und unsere Unternehmen. Sie sind diejenigen, die diese Regeln täglich umsetzen müssen. Gerade deshalb muss unser Bemühen jetzt weitergehen, denn unsere Wirtschaft sichert Europas Handlungsfähigkeit“.

Gerade in einem international stark umkämpften Marktumfeld seien Geschwindigkeit, Investitionssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend. Überzogene Berichtspflichten oder ständig neue Regulierungen könnten Innovationsprozesse ausbremsen und Investitionen gefährden. Es muss nun endlich Verbesserung geben! Europa müsse Partner der Unternehmen sein – nicht Hemmschuh.

Der Besuch machte erneut deutlich, wie wichtig industrielle Betriebe für den ländlichen Raum sind. Sie sichern hochwertige Arbeitsplätze, bilden junge Menschen aus und investieren in neue Technologien.

„Wer Wertschöpfung im Land halten will, muss Industriepolitik ernst nehmen – in Stuttgart genauso wie in Brüssel“, so Teufel.

Der Austausch bei RIA-Polymers zeigte: Der Mittelstand steht bereit, Verantwortung für Transformation und Nachhaltigkeit zu übernehmen. Dafür braucht es jedoch Augenmaß bei der Regulierung und ein klares Bekenntnis zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts.