„Denkmäler sind prägende Elemente unserer Kulturlandschaft und zeugen von der vielfältigen Geschichte unserer Städte und Gemeinden. Mit dem Programm ‚Wohnen im Kulturdenkmal‘ sorgen wir dafür, historische Bausubstanz zu bewahren und zugleich besondere Wohnräume zu ermöglichen“, so der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion.
Der Storzhof wurde als Leuchtturmprojekt in die Landesförderung aufgenommen. Der Hof wurde 1802 unter Verwendung eines Vorgängerbaus erbaut. In dem Gebäude sollen durch Teilung quer zur Giebelseite zwei Wohneinheiten entstehen. Zu den Maßnahmen gehören unter anderem die Reparatur des Zierfachwerks und der Ausstattung. Ein geplanter Anbau soll die Infrastruktur verbessern, ohne den denkmalgeschützten Teil zu beeinträchtigen. Außerdem sind die Abbrüche von späteren Anbauten auf der Süd- und Westseite geplant, um das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes zu erhalten.
Ebenfalls in das Landesprogramm aufgenommen und mit Konzeptgutscheinen berücksichtigt wurde ein Eindachhof mit Wohn- und Ökonomieteil aus Dunningen. Das leerstehende Gebäude soll zu einem Mehrfamilienhaus umgebaut werden. Zur Projektentwicklung ist eine genaue Bestandsaufnahme und eine Bewertung der Schäden geplant. Anschließend soll eine Konzeptstudie erstellt werden, die die Möglichkeiten einer denkmalgerechten Sanierung und Umnutzung untersucht und bewertet, um eine angemessene Lösung für das Kulturdenkmal zu finden.
Mit dem von der Landesdenkmalpflege konzipierten Sonderprogramm „Wohnen im Kulturdenkmal“ unterstützt das Land die Eigentümerinnen und Eigentümer von denkmalgeschützten Gebäuden dabei, zusätzlichen Wohnraum zu schaffen bzw. vorhandenen Wohnraum wieder nutzbar zu machen. Das erste Sonderprogramm war im Mai 2022 gestartet. Insgesamt konnten 2,64 Millionen für neun Leuchtturmprojekte, 33 Konzepte und zwei Multiplikatoren-Boni freigegeben werden. Im April 2025 wurde das Programm mit einem Volumen von einer Million Euro für die Jahre 2025 und 2026 neu aufgelegt.