Stefan Teufel: CDU/CSU präsentiert 10-Punkte-Plan für die Zukunft der Landwirtschaft


10 Punkte für die Landwirtschaft

 „Unsere Landwirtschaft ist das Rückgrat unserer ländlichen Regionen und verdient eine starke Unterstützung“, erklärte Stefan Teufel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion. Mit diesen Worten stellte er den umfassenden 10-Punkte-Plan der CDU/CSU-Fraktion vor, der darauf abzielt, die Zukunft der Landwirtschaft in Deutschland zu sichern. Im Mittelpunkt des Plans stehen Maßnahmen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe, während gleichzeitig ökologische und wirtschaftliche Interessen in Einklang gebracht werden. „Wir haben einen klaren Fahrplan, um die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe zu stärken und ihnen die Perspektive zu geben, die sie verdienen“, betonte Teufel.

Einen besonderen Fokus legt der Plan auf die Sicherung der Tierhaltung in Deutschland. „Die Tierhaltung ist ein entscheidender Bestandteil unserer Landwirtschaft, und wir müssen dafür sorgen, dass sie eine Zukunft hat“, erklärte Teufel. Um dies zu erreichen, fordert die CDU/CSU Anpassungen im Baurecht, die Modernisierungen in der Sauen- und Ferkelhaltung erleichtern. „Ohne solche Reformen werden wir den steigenden Anforderungen an Tierwohl und Umweltstandards nicht gerecht“, fügte er hinzu.
Darüber hinaus sollen Förderprogramme praxistauglicher und weniger bürokratisch gestaltet werden. „Die Landwirte brauchen Unterstützung, keine Hürden“, stellte Teufel klar. Ergänzend plant die Fraktion die Einführung einer bundesweiten Datenbank für Tiermeldungen und eine Beschleunigung der Zulassung von Impfstoffen. „Das ist eine Frage der Effizienz und der Gesundheit unserer Tiere“, hob Teufel hervor.

Ein weiteres dringliches Anliegen ist die Regulierung des Wolfsbestands. „Unsere Weidetierhalter sind in großer Sorge, und wir dürfen sie nicht im Stich lassen“, so Teufel. Die CDU/CSU setzt sich für ein aktives Wolfsmanagement ein, das eine rechtssichere Entnahme und Bejagung ermöglicht. Ziel ist es, die Sicherheit der Weidetiere zu gewährleisten und gleichzeitig die Artenvielfalt zu schützen.

Auch die Düngeverordnung wird kritisch betrachtet. „Wir fordern eine klare Verankerung eines Monitorings, um sicherzustellen, dass Betriebe, die ordnungsgemäß wirtschaften, nicht durch unnötige Restriktionen belastet werden“, erklärte Teufel. Insbesondere Grünland in sogenannten „roten Gebieten“ soll von Beschränkungen ausgenommen werden. Zudem wird eine flexiblere Handhabung von Meldefristen bei der Verbringungsverordnung angestrebt. „Praktikable Lösungen statt starre Vorgaben – das ist unser Ziel“, betonte er.

„Unsere Landwirte ersticken in Bürokratie. Das muss aufhören“, forderte Teufel mit Nachdruck. Die CDU/CSU will nationale Sonderregelungen bei der Umsetzung von EU-Vorgaben abschaffen, um gleiche Wettbewerbsbedingungen zu schaffen. Einheitliche Vorgaben und Fristen sollen Betrieben mehr Planungssicherheit geben, während das „Once-only-Prinzip“ bei der Datenerfassung den Verwaltungsaufwand spürbar reduzieren soll. „Wir brauchen gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle, und dazu gehört auch weniger Papierkram“, so Teufel.

„Wenn wir die Landwirtschaft attraktiv halten wollen, brauchen wir moderne Arbeitszeitmodelle und steuerliche Anreize“, erklärte Teufel. Dazu zählen flexiblere Arbeitszeiten für Saisonkräfte sowie steuerfreie Überstunden. Außerdem fordert die Fraktion die Wiedereinführung der Agrardieselregelung und eine steuerfreie Risikorücklage. „Das gibt den Betrieben die finanzielle Stabilität, die sie dringend benötigen“, betonte Teufel.

Um die Betriebe besser vor den Folgen des Klimawandels zu schützen, schlägt die Fraktion eine staatlich unterstützte Mehrgefahrenversicherung vor. „Unsere Betriebe brauchen Schutz vor Dürre und Starkregen“, sagte Teufel. Gleichzeitig soll die Bioenergie stärker gefördert werden. „Biogasanlagen müssen besser in die Strom- und Wärmeversorgung integriert werden – das ist ein Gewinn für alle“, fügte er hinzu.

Mit Blick auf die europäische Agrarpolitik fordert die CDU/CSU eine Vereinfachung der GAP nach 2027. „Nach 2027 brauchen wir eine Vereinfachung, die die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe in den Mittelpunkt stellt“, betonte Teufel. Eine klare Trennung von Umwelt- und Produktionszielen sei notwendig, um die Bürokratie zu reduzieren.

Schließlich thematisierte Teufel die nachhaltige Nutzung von Pflanzenschutzmitteln. „Wir fordern Reformen bei den Zulassungsverfahren, damit unsere Landwirte weiterhin Zugang zu den notwendigen Wirkstoffen haben“, erklärte er. Eine moderne Agrarpolitik müsse zudem Deutschland als Innovationsstandort stärken.

„Mit unserem 10-Punkte-Plan geben wir den Landwirten die Werkzeuge an die Hand, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern“, schloss Teufel. „Unsere Landwirtschaft verdient eine klare Perspektive – und wir liefern sie.“