Übergabe der Erweiterung der Kriminalpolizeidirektion


Übergabe der Polizeidirektion

Drei Jahre Bauzeit benötigte es, bis der neue Anbau für die Bereiche Cybercrime, digitale Spuren und Kriminaltechnik fertiggestellt war. Der Anbau bietet knapp 40 Ermittlerinnen und Ermittlern auf 1.020 Quadratmetern neben Büroplätzen auch Funktions- und Auswerteräume, wie zum Beispiel Mikrospurenräume, Lager- und Trockenräume, zwei Spurensicherungsräume und eine Spurensicherungshalle mit Hebebühne für Kraftfahrzeuge. Nun wurde der viergeschossige Erweiterungsbau am Montag, den 13.05., übergeben.

Die Digitalisierung hinterlässt auch in der Kriminalität ihre Spuren. Die Kriminalität wird immer komplexer, was bedeutet, dass Ermittlungen immer ausführlicher werden müssen.

“Dieses moderne Gebäude samt Einrichtung schafft nicht nur moderne Arbeitsplätze, sondern auch die Gewissheit, dass unsere Sicherheitssysteme auf dem aktuellsten Stand bleiben,” so Stefan Teufel, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU, der bei der feierlichen Übergabe vor Ort war.

Ein großes Hilfsmittel dafür war die Investition des Landes in die Erweiterung der Kriminalpolizeidirektion. Das Land investierte rund 7,5 Millionen Euro in den Standort für eine zeitgemäße und professionelle kriminaltechnische Arbeit als Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.

Erst Anfang des Jahres hatte sich der Rottweiler Landtagsabgeordnete Stefan Teufel mit dem CDU Kreisverband Rottweil bei der Polizei zu einem runden Tisch getroffen um über das Thema Cold Case zu sprechen. Die Kriminalpolizeidirektion Rottweil, federführend durch Thomas Föhr, installierte im Dezember 2020 die Arbeitsbereich Cold Case. Kriminalbeamte/-innen ermitteln unter Anwendung neuester kriminaltechnischer und forensischer Untersuchungsmöglichkeiten in Kooperation mit dem Kriminaltechnischen Institut beim Landeskriminalamt BW in ungeklärten alten Kriminalfällen, bei denen die Anwendung dieser heute zur Verfügung stehenden, modernsten Techniken noch nicht möglich war. Vor Kurzem konnte ein Fall eines Vermissten aus dem Jahr 2004 aufgeklärt werden.

Derzeit gibt es im Land Baden-Württemberg über 450 ungeklärte Kriminalfälle, teilweise liegen sie schon Jahrzehnte zurück. Mittlerweile arbeitet die Abteilung mit der Polizeihochschule in Villingen-Schwennigen zusammen, wo Studentinnen und Studenten im Rahmen ihres Studiums alte Fälle zur Aufarbeitung erhalten und so einen hautnahen Einblick in die Kriminalarbeit bekommen.