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Vom Rittergeschenk zum Fernsehdorf

Sulz-Hopfau. Die starke landwirtschaftliche Prägung von einst hat sich Hopfau bis heute bewahrt. Mit dem Fortschritt kann der Sulzer Ortsteil aber dennoch gut mithalten. Darauf wurde beim Festakt zur 925-Jahr-Feier gestern Abend mehrfach hingewiesen.

Zum großen Ereignis in Hopfau erwiesen alle fünf Vorgänger von Ortsvorsteherin Daniela Wittig dem Glatttal-Dorf ihre Ehre: Otto Mutz, Richard Caspar, Walter E. Ziegler, Albert Beck und Klaus-Dieter Springmann verfolgten den Festakt interessiert.

Sie alle und auch viele der Festgäste erinnerte Daniela Wittig in ihrem geschichtlichen Überblick an die Veränderungen insbesondere seit der Eingemeindung im Jahr 1972. Positiven Entwicklungen wie neuen Straßen, wichtigen Gebäuden wie der 1999 eingeweihten Glatttalhalle und zusätzlichen Wasseranschlüssen standen immer wieder auch Rückschläge gegenüber. Dazu gehörten etwa zurückgehenden Touristenzahlen oder Naturkatastrophen wie das Hochwasser von 1990.

"Es haben sich aber stets Bürger gefunden, die für das Gemeinwesen eingetreten sind", bescheinigte Daniela Wittig den Hopfauern ein gutes Miteinander. Der Ort verfüge über ein intaktes Gemeinschaftsgefühl, was auch ein Verdienst der sechs Vereine, der Kirchen und der Feuerwehr sei. Daher gelte es, das Besondere und Reizvolle des Ortes trotz aller notwendigen Veränderungen zu bewahren.

Walter E. Ziegler beleuchtete in seinem ebenso spannenden wie mit Anekdoten gespickten Vortrag die historische Entwicklung Hopfaus (wir werden noch berichten).

Die Grundschüler hatten mit Schulleiter Karl Stephan ein Theaterstück zur Dorfgeschichte einstudiert. Die schwierigen Texte meisterten die als Ritter, Knappen, Mönche und Burgfräulein kostümierten Jungen und Mädchen dabei beachtlich souverän.

Einig waren sich der Sulzer Bürgermeister Gerd Hieber und der CDU-Landtagsabgeordnete Stefan Teufel, dass Hopfau ein starker Teil des ländlichen Raums sei und über eine gute Basis verfüge, um auch im Jahr 2085 zum dann 1000-jährigen Bestehen eine lebenswerte Gemeinde zu sein. Zudem sorgten die Köche Martina Meuth und Bernd Neuner-Duttenhofer für regelmäßige TV-Präsenz.

Nach Ansicht von Pfarrer Christoph Knoke stellt die Kirche noch immer einen zentralen Punkt des Ortes dar. Dass die Pfadfindergruppe nach Ritter Wern benannt ist, wertete Knoke als Beleg für die Lebendigkeit der Geschichte.

Bei den Gesprächen am Buffet im Anschluss an den offiziellen Teil tauschten sich die Besucher über eigene Erlebnisse in Hopfau aus. Auf einer Leinwand wurde zudem eine Zusammenstellung mit Fotos aus der Dorfgeschichte von Sebastian Birk gezeigt.