Teufel fordert eine starke finanzielle Ausstattung der Gemeinsamen Agrarpolitik sowie den dringenden Abbau der steigenden Bürokratie
„Die Landwirtschaft befindet sich derzeit in einem tiefen Umbruch:
Großen Erfolgen in der Produktivitätssteigerung auf der einen Seite stehen Preisdruck, zahlreiche Betriebsaufgaben sowie ökologische Problemen gegenüber“, erklärt Teufe im Vorfeld zum Thema Gemeinsame Agrarpolitik – Weiterentwicklung nach 2013.
Teufel nennt die großen Herausforderungen derzeit für die Landwirtschaft:
• Bereitstellung von qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln und nachwachsenden Rohstoffen
• Einkommenssicherung unter dem Aspekt der Marktorientierung und der zunehmenden Volatilität der Märkte
• Erfüllung vielfältiger gesellschaftlicher Anforderungen wie z.B. Erhaltung der Kulturlandschaft
• Schutz der Ressourcen Boden, Wasser und Luft
• Berücksichtigung und Anpassung an den Klimawandel und Schutz der Biodiversität
„Die Gemeinsame Agrarpolitik der Europäischen Union (GAP) ruht aus diesen Gründen auf zwei Säulen“, erläutert Teufel. Die erste Säule dient mit den Direktzahlungen der Einkommensstützung und honoriert die gesellschaftspolitischen Leistungen der Landwirte. Die zweite Säule flankiert die erste Säule und setzt die Ziele der EU zur Entwicklung der ländlichen Räume um.
Eine zentrale Bedeutung bei der integrierten Agar- und Strukturpolitik haben die im Maßnahmen- und Entwicklungsplan Ländlicher Raum Baden-Württemberg 2007 bis 2013 (MEPL II) zusammengefassten Förderprogramme der Landwirtschaft und der Entwicklung der ländlichen Räume. Sie werden im Rahmen der 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU mit einem Finanzbeitrag von 675 Mio. Euro im Siebenjahreszeitraum mitfinanziert. Der nationale Finanzanteil beträgt insgesamt rd. 1,2 Mrd. Euro.
Die bisherige Landesregierung hat mit der integrierten Agrar- und Strukturpolitik Baden-Württembergs einen Rahmen und damit die Voraussetzungen geschaffen, um den vielfältigen Anforderungen im Ländlichen Raum mit geeigneten Maßnahmen gerecht zu werden.
„So wird die Diskussion über die Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik nach 2013 weiter in vollem Gange sein, mit der baden-württembergischen Forderung die Fortsetzung nach dem bestehenden Zwei-Säulen-Prinzip, eine starke finanzielle Ausstattung beider Säulen und den dringend erforderlichen Abbau des immer weiter steigenden Bürokratie und Kontrollaufwands“, so Teufel abschließend.





