Staatssekretärin Annette Widmann-Mauz in Zimmern
Samstag, 05.02.2011
Aus genau sieben Worten bestand die Hauptbotschaft: „Es gibt kein
besseres Gesundheitssystem als unseres.“ Und sie muss es wissen, die
parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerium, die
Tübinger Bundestagsabgeordnete Annette Widmann-Mautz:
Denn seit elf
Jahren beschäftigt sich die Christdemokratin mit dem fast unüberschaubar
wirkenden, mit vielen widersprüchlichen Interessen behafteten Bereich:
und verstand es bei der öffentlichen Veranstaltung der CDU im Gasthaus
„Adler“ in Zimmern einmal mehr, die sozialen Herausforderungen des
Gesundheitssystems in einer sich rasant verändernden Gesellschaft
darzustellen. „Ich bin froh, dass wir mit Ihnen in der Bundesregierung
eine Fürsprecherin für die Belange des ländlichen Raumes haben“, sagte
der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Stefan Teufel bei der
Begrüßung der Staatssekretärin vor vollem Haus.
Wie sehr die
Interessen widerstreitend sein können, wie sehr die Erwartungen und
berechtigten Ansprüche einer älter werdenden Gesellschaft - Stichwort
multimorbider Patient – und steigende Kosten durch Fortschritte in der
Medizintechnik und in der Pharmazie, die wiederum für Wohlstand und
Erfolg stehen zu Kompromissen beim Schnüren des Gesamtpakets führen
müssen, dies alles zeigte Annette Widmann-Mauz in ihrem Vortrag auf. Und
hatte für die „diffamierende Polemik“ der oppositionellen SPD kaum mehr
als ein müdes Lächeln übrig. Mit mehr Transparenz und Wettbewerb, mit
dem Einbeziehen des Steuerzahlers in den Sozialausgleich, „mit unserer
Politik sind wir auf dem richtigen Weg, wobei nicht jede Reform gleich
zum Jahrhundertprojekt hochstilisiert werden muss“, sagte die
CDU-Politikerin.
Die die Ansätze der baden-württembergischen
Landesregierung unterstützt, mit denen ärztliche Versorgung im
ländlichen Raum sichergestellt werden soll. Auch hier gelte die Devise
von Stefan Teufel, dass gute Politik im Dialog mit den Menschen
entstehe. Und das Gespräch wurde reichlich geführt an diesem Abend, Mit
vielen nachdenklichen Beiträgen und mit der Zusicherung der
Staatssekretärin, dass sie es aus ihrer ethischen Verantwortung heraus
ablehnt, ab einem bestimmten Alter nicht mehr die adäquate Behandlung zu
gewährleisten. „Rationalisierung ja, aber Rationierung nein“, so ihre
Aussage. Und last not least: „Die WHO kommt nach Deutschland, um unser
Erfolgsmodell in anderen Ländern anzupreisen.





