Rathausgespräch / Mitgliederversammlung / Öffentliche Veranstaltung im Farrenstall
Dreierpack in Dornhan mit Stefan Teufel

Der „runde Tisch“ war eckig und etwas sperrig dazu im Rathaus in Dornhan beim Bürgermeistergespräch. Eingefunden hatte sich zum Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Teufel eine große Runde. Um vornehmlich ein tatsächlich virulentes Thema bei ihm abzuladen: der Ärztemangel. In vielen Gemeinden ein vorhandenes oder sich anbahnendes Problem. In der Tat. Die Unruhe ist verständlich. Gerade nachdem Dr. Gerhard Kappler über Jahrzehnte hinweg als noch typischer Landarzt für die Bevölkerung da war.
Der Bürgermeister beschrieb die Problematik, ersucht um die Hilfe „der Politik“, die er jedoch gleichzeitig beschimpft. Ruhig und konzentriert, mit sehr viel Verständnis für die Situation, zeigte anhand des Sieben-Punkte-Programms der Landesregierung die Maßnahmen auf, mit denen der Herausforderung, die viele Ursachen hat, begegnet wird.
Ortswechsel. Ein paar Meter weiter, hinüber in den Farrenstall. Ein Kleinod in der kleinen Stadt. (Damals auch massiv gefördert mit Landesmitteln.) Mitgliederversammlung des CDU-Stadtverbandes. Eine, die in die Geschichte eingehen könnte, als die schnellste aller Zeiten. Und zwar so beabsichtigt. Denn gleich danach sollte es ja zur öffentlichen Veranstaltung, ein Stockwerk tiefer gehen. So wurde alles kurz und herzlich gehalten. Der Rechenschaftsbericht von Lothar Reinhardt, der über die Finanzen von Edwin von Podewils, alles untermalt mit einer genialen Fotoshow von Klaus Kretschmann – und dann auch die Neuwahlen (durchgeführt in Rekordtempo).
Mit dieser Besetzung geht der Stadtverband in die neue Amtsperiode: Vorsitzender Lothar Reinhardt, Stellvertreter Johannes Bronner, Schatzmeister Edwin von Podewils, Schriftführerin Iris Laux, Internetbeauftragter Andreas Lampprecht, Beisitzer Manfred Bronner, Alexander Buhl, Klaus Kretschmann, Mechthild von Podewils, Manuel Reinhardt und Alois Schanz. Stefan Teufel bedankte sich bei dem Ortsverband, vor allem aber auch bei Lothar Reinhardt (großes Engagement, immer ausgleichend) für die stets gute Zusammenarbeit. Bemerkenswert: Von 31 Mitgliedern waren 17 zu der Mitgliederversammlung erschienen.
Ortswechsel zum Zweiten. Ein Stock tiefer, im Restaurant des Farrenstalls (das nicht nur durch seine sehr heimelige und freundliche Atmosphäre zum Verweilen lockt, sondern auch durch seine verwandtschaftliche Nähe zu Doris von Schulz) erwarteten überraschend viele Gäste den Landtagsabgeordneten. Auch wegen des im Rathaus diskutierten Themas. Warum aber brachten manche Gäste der Veranstaltung so viel Schärfe in die Debatte? Wenn ein Politiker beschimpft wird („Sie haben ja keine Ahnung, Sie waren ja noch nie in einem Krankenhaus!“, „Da kann man doch nur politikverdrossen sein …“ etc) und Stefan Teufel weiterhin ruhig und mit sehr viel Informationsgehalt seine Vorschläge auf den Tisch des Farrenstalls legte, war es zumindest eine Überlegung wert, ob ein aggressiver Stil sehr weiterhilft. Stefan Teufels Devise ist der Dialog, den er pflegt, immer und überall.
Und dass das junge CDU-Vorstandsmitglied Andreas Lampprecht als Antwort auf die vorgebrachte Schärfe mit sehr nachdenklichen Worten reagierte, könnte vielleicht den einen (oder auch die andere?) ein bisschen zum Nachdenken anregen. „Unsere Abgeordneten sind präsent, setzen sich für uns ein. Und jeder kann mitmachen, kann das Angebot wahrnehmen sich zu beteiligen, in dieser Demokratie, die daraus lebt, dass sich Bürger und Bürgerinnen einmischen, sich engagieren.“
Lothar Reinhardt schenkte Stefan Teufel zum Schluss der Veranstaltung einen Kompass, der ihm Orientierung geben möge. Eine gute Idee, für die sich der Abgeordnete und CDU-Vorsitzende bedankte. Doch wer den Abend – und sämtliche Auftritte von Stefan Teufel in diesen Wochen – beobachten durfte, der erkennt: er benötigt ihn weit weniger als dieses Gerät für andere Zeitgenossen ein eventuell hilfreiches Instrument sein könnte.





