Neujahrsempfang der IHG-Dornhan mit Kultusministerin Frau Prof. Dr. Marion Schick
Sonntag, 06.02.2011
Dornhan. Musik, Kunst und Informationen aus erster Hand: Das Konzept des
Neujahrsempfangs der Interessengemeinschaft Handel und Gewerbe IHG) hat
sich bewährt. Bei der zwölften Veranstaltung am Samstag, erstmals in
der Mühlwieshalle in Marschalkenzimmern, stand das Thema Bildung im
Mittelpunkt. Gekommen war Kultusministerin Marion Schick.
IHG-Präsident
Paul Herbstreuter begrüßte eine Reihe weiterer Politiker: Die
Bundestagsabgeordneten Volker Kauder (CDU) und Ernst Burgbacher (FDP),
die Landtagsabgeordneten Stefan Teufel (CDU) und Dieter Kleinmann (FDP).
Ein weiterer Gruß galt dem ersten Landesbeamten Hermann Kopp, den
Bürgermeistern Markus Huber aus Dornhan, Gerd Hieber aus Sulz, Bernhard
Tjaden aus Fluorn-Winzeln und Rainer Ullrich aus Alpirsbach.
Herbstreuter hieß Vertreter der Behörden, Wirtschaft, Vereine, Kirchen
und Kommunalpolitiker willkommen. An der Veranstaltung nahmen außerdem
die Rektoren der Schulen aus der Region teil.
"Qualifizierte
Arbeitskräfte können wir nur durch aktive Fort- und Weiterbildung
bekommen", leitete Herbstreuter zum Thema über. Dabei spielt für ihn der
Mittelstand eine besondere Rolle: "Unsere Betriebe stellen die
Ausbildungsplätze zur Verfügung". Er sprach sich dafür aus, Familien zu
fördern und in die Lage zu versetzen, dass sie auch wieder Kinder haben
wollten. Andererseits müssten Kinder dazu gebracht werden, die gebotenen
Chancen zu nutzen. "Unsere Bildungssysteme und Ausbildungsplätze sind
sehr gut", so Herbstreuter. Möglicherweise stehe "uns der Föderalismus
etwas im Weg: Deutschland sollte daher nicht über 16 verschiedene
Bildungsphilosophien verfügen – "im Prinzip auch nicht über 16 Könige".
Für
die Kommunalpolitik seien Bildung und Betreuung ein Dauerthema, sagte
Bürgermeister Markus Huber. Dornhan habe in vorauseilendem Gehorsam
Schulen zusammengelegt und mit Loßburg eine Werkrealschule gegründet.
Gemeinden im Kreis Tübingen hätten es dagegen durchgesetzt, die Klassen
fünf bis neun an verschiedenen Standorten als getrennte Werkrealschulen
führen zu dürfen. "Verlässliche Schulstrukturpolitik sieht anders aus,
und viele Bürgermeister sehen sich nun im Regen stehen", kritisierte
Huber die Kultusministerin. Aus Hubers Sicht gibt es auch positive
Entwicklungen. Er erwähnte das Projekt Bildungshaus, das kürzlich in
Dornhan gestartet wurde. Bildung sei in Dornhan auch ein Schwerpunkt der
Investitionen. Huber wies auf den Hallenbau hin mit Kosten von
insgesamt 6,5 Millionen Euro. Damit würden die schulischen Möglichkeiten
auch in Richtung Ganztagsschule verbessert.
Die Saxofongruppe
mit Thomasz Skrzynski, Gabor Fehervari, Laszlo Papesch und Ferenc Guti
spielte Jazz und Klassik. Urte und Friedbert Struppe stellten ihre
selbst angefertigten Puppen aus. Heike Nagel zeigte Variationen in Ton
und Thomas Rall Schmuck-Kreationen.





