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Landtagsabgeordneter Stefan Teufel: Neubau des Kapuziner als Muster- beispiel für gelungene Förderpraxis des Landes

CDU-Politiker sieht berufliche Schulbildung als Schwerpunkt für die nächste Legislaturperiode

Sonntag, 27.02.2011

 

Jedes Förderprogramm des Landes hat für das Kapuziner gepasst! Dort nämlich, im Refektorium des Mehrgenerationenhauses, konnte der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel vor vollem Haus eine Bilanz der Arbeit, seiner Arbeit im Landtag in den vergangenen Jahren ziehen: Der Neubau des Kapuziner als Beispiel für gelungene Projekte in Rottweil und im gesamten Landkreis („Die 18 Millionen Euro, die in den Kreis geflossen sind, stehen für sich und für eine gute Politik gerade für den ländlichen Raum“) stehen für ihn symbolhaft für die erfolgreich umgesetzte Zielsetzung der CDU-geführten Landesregierung, dass auch im ländlichen Raum wertgleiche Lebensverhältnisse herrschen wie in den Ballungsgebieten.

 

Ein Thema, für das er sich seit seiner Wahl in den Landtag massiv einsetzt. Und damit auch für den weiteren Ausbau des beruflichen Schulwesens. „Das Bildungswesen wird auch in der nächsten Legislaturperiode ein Schwerpunkt meiner Arbeit sein“, sagte der CDU-Politiker. „Der Kreis Rottweil ist im beruf-

lichen Bildungswesen gut aufgestellt“, aber es werde darauf ankommen, angesichts des demografischen Wandels und der sehr stark ausdifferenzierten Ausbildungsberufe regionale Abstimmungen vorzunehmen. Dies eines von zahlreichen Schlussfolgerungen, die Stefan Teufel aus den Ergebnissen der Enquete-Kommission des Landtags zur Weiterentwicklung des Berufsschul-

wesens zieht, bei der er selbst als Obmann der CDU-Fraktion maßgeblich mitgewirkt hat.

 

Ähnlich wichtig und unabdingbar: die Infrastruktur als wichtige Voraussetzung für gute Voraussetzungen, um den ländlichen Raum attraktiv zu halten. So wie er die damalige Trassenführung der A 81 durch den Kreis Rottweil als Segen bezeichnet, müssrwn die Sanierung von Straßen, flächendeckend das schnelle Internet und auch die Ertüchtigung der Gäubahn („Ich sage lieber und treffender ICE-Strecke Stuttgart – Rottweil – Zürich“) vorangetrieben werden.

 

„Am Tag vor der Abstimmung im Kreistag kann auch die Zukunft der Krankenhauslandschaft nicht außen vor bleiben“, sprach Stefan Teufel das im gesamten Kreis heiß diskutierte Thema an. Mit der notwendigen Sachlichkeit, „wohl wissend, dass bei kaum einem Bereich die Emotionen so hoch hergehen wie hier“, tue sich jeder schwer mit der Entscheidung. Angesichts der rasanten Veränderungen im Krankenhauswesen insgesamt: Finanzierungsänderungen zugunsten der Fallzahlen, die Fallschwere als Entscheidungskriterium, reduzierte Liegedauer, die Entwicklung des Krankenhausmarktes zu einem regionalen Markt als Stichworte. Mit vielen Abwägungskritierien, die mal für das eine, mal für das andere Konzept sprechen. „Wir brauchen eine Entscheidung für den gesamten Kreis Rottweil.“

 

Ein Thema, das in der Diskussion – nahe liegender weise - breiten Raum einnahm und in der unter anderem bemängelt wurde, dass für Schramberg zwar die Schließung ins Auge gefasst wird, aber kein Nachnutzungskonzept angeboten wird. „Man hätte es anders machen können“, „die Entscheidung fällt uns allen brutal schwer“; die verschiedenen Stellungsnahmen zeigten, wie um die richtige Lösung gerungen wird und dass Unsicherheiten bleiben. „Auch weil wir als CDU mit unseren 17 Sitzen im Kreistag keine Mehrheit haben und so nur ein Teil des Ganzen darstellen. Doch keiner macht sich die Entscheidungsfindung leicht.“

 

Genau vier Wochen vor der Landtagswahl wiesen etliche Teilnehmer des Frühschoppengesprächs in dem wunderschönen Ambiente – und bei Weißwurst und Brezel als zusätzlichem Schmankerl – auf die Gefahr einer rot-rot-grünen Landesregierung hin. „Wir wollen doch alle, dass Baden-Württemberg auch in Zukunft seine Spitzenposition behält, die ansonsten in Gefahr wäre“, warnte ein Besucher. Und den Hinweis eines Berufsschullehrers, dass diejenigen, die sich von der „Lokomotive Baden-Württemberg“ nicht mitgenommen fühlten, „und denen bieten Linke, SPD und Grüne nichts“, eine Perspektive erhalten sollten, ergänzte Stefan Teufel mit der – weiter auszubauenden – Leistungsbilanz in Bildung und Weiterbildung. „Mit einer Jugendarbeitslosigkeit von 2,7 % stehen wir in Europa einzigartig da, doch werden wir in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, diese weiter zu verringern und wollen vor allem auch alles dafür unternehmen, den 15-Prozent-Anteil der Beschäftigten ohne Ausbildung deutlich zu verringern.“