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Landtagsabgeordneter Stefan Teufel erlebte Polizeiarbeit auf der Wache und im Einsatz

Polizei in Rottweil sieht keine Brennpunkte, aber Problemfelder

„Ich würde den Beruf sofort wieder ergreifen.“ Prompt und überzeugend kam die Antwort all der Polizeibeamten, die der Landtagsabgeordnete Stefan Teufel bei seinem mehrstündigen Besuch bei der Polizeidienststelle in Rottweil zu hören bekam.


Dem CDU-Politiker ging es bei den Gesprächen und der Nachtfahrt darum, die Arbeit der „Ordnungshüter“ live zu erleben und mit ihnen ganz konkret und „vor Ort“ über ihre Anliegen zu sprechen und ihre Arbeitsbedingungen zu erleben.


Was nicht nur auffiel, sondern auch ein Gesprächsthema war: die vor wenigen Wochen erfolgte Umstellung auf die neuen, blauen Uniformen. Sie kommen bestens an. Dabei geht es weniger um die Farbe als um die Funktionalität; Vom Stoff bis zu den Schutzwesten und den Gürtelsystemen – „Wir sind sehr zufrieden damit“, stellten die Beamtinnen und Beamten übereinstimmend fest. Doch Stefan Teufel war nicht nur in die bestens ausgestattete Polizeiwache, in der alle Geschehnisse im gesamten Landkreis zusammenlaufen, gekommen, um Lobendes zu hören, sondern auch um die Anliegen der Polizisten zu erfahren. So erwarten sie – endlich – den digitalen Polizeifunk, tun sich teilweise schwer mit Ausbezahlung von Überstunden im Vergleich zu mehr Freizeit und hätten gerne acht statt sieben Beamte / Beamtinnen pro Schicht. Und: „Wir wünschten uns, dass die Arbeit im Schichtdienst mehr honoriert wird.“ Wiewohl das Verständnis dafür vorhanden ist, dass das Land den Haushalt konsolidieren muss und die Mittel begrenzt sind.


Dass die Nachtfahrt in der klirrend kalten Nacht an, wie der Polizeibeamte sagte, „verschiedene Brennpunkte, oder besser Problemfelder“, tatsächlich zu einem Zimmerbrand mit schlimmen Ausmaßen führen würde, war nicht vorauszusehen. Zeigte aber Stefan Teufel das gute Miteinander und die sehr professionelle Arbeit der Hilfsdienste von Feuerwehr bis zum Roten Kreuz und den Ermittlungen der Polizeibeamten.


Alles anders als spaßig fanden der CDU-Politiker wie die Polizisten den angeblichen Hilferuf wegen einer Schlägerei „mit Messer“: an der angegebenen Stelle innerhalb von zwei Minuten angekommen, entpuppte sich der Anruf als böswilliger Fehlalarm. Auf den die Polizeibeamten gerne verzichtet hätten. Ging es doch darum, erst einmal den Brand aufzuarbeiten, die aufgenommenen Personalien zu vergleichen, die Arbeit am Schreibtisch zu verrichten. Und auf mögliche weitere Einsätze vorbereitet zu sein.


Den Dank des christdemokratischen Landtagsabgeordneten („Ich kann nur meinen großen Respekt für Ihre Arbeit entrichten und werde Ihre Anregungen mitnehmen in meine Arbeit nach Stuttgart“) dafür, dass er fünf Stunden lang den Polizeibeamten „über die Schultern schauen durfte“ und sie ihm so bereitwillig Rede und Antwort gestanden hatten, konterten sie: „Wir haben uns zu bedanken, dass Sie bei uns waren und laden Sie gerne zu einem weiteren Besuch ein.“