Die differenzierten Vorschläge der Enquetekommission sind in guten Händen – der ‚Masterplan 2015‘ ist ein Meilenstein für die jungen Menschen und die beruflichen Schulen und setzt die Enqueteergebnisse konsequent um
Freitag, 28.01.2011
„Die Enquetekommission hat den Aufschlag gemacht und die Regierung den
Ball gut aufgenommen. Der diese Woche vorgestellte ‚Masterplan 2015‘ ist
ein Meilenstein für die weitere Entwicklung der beruflichen Schulen und
der beruflichen Bildung insgesamt im Land“, begrüßte der CDU-Obmann der
Enquetekommission und Experte für berufliche Bildung der CDU
Landtagsfraktion, Stefan Teufel MdL, in Stuttgart nachdrücklich den von
Kultusministerin Prof. Dr. Marion Schick vorgestellten Umsetzungsplan zu
den wesentlichen Handlungsempfehlungen der Enquetekommission.
„Für
die CDU-Fraktion steht zuallererst der junge Mensch mit seinen
vielfältigen Bildungschancen im Mittelpunkt ihres bildungspolitischen
Handelns. Wir wollen jedem jungen Menschen individuelle Bildungswege
öffnen, die über berufliche und allgemein bildende Schulwege führen
können. Beide sind für uns gleichwertig“, erklärt Teufel. „Wir wollen
die hervorragende Arbeit an den beruflichen Schulen der breiten
Öffentlichkeit stärker bekannt machen. Die leistungsstarken beruflichen
Schulen, an denen schon heute über die Hälfte der
Hochschulzugangsberechtigungen im Land erworben werden, müssen endgültig
aus ihrem ‚Mauerblümchendasein‘ herausgeführt werden“; so der Obmann
weiter.
„Ein wichtiges Ziel der Enquetearbeit war die Sicherung
des Fachkräftebedarfs für unseren erfolgreichen Wirtschaftsstandort.
Baden-Württemberg braucht gut ausgebildete junge Menschen, die sich in
unserem Land engagieren und mit ihrer Arbeit den Wohlstand und die
Wirtschaftskraft unseres Landes dauerhaft sichern. Mit dem vorgelegten
‚Masterplan 2015‘ wurde ein richtiger und wichtiger Schritt in die
richtige Richtung gemacht“, freut sich Teufel.
„Das heute
vorgestellte Maßnahmenbündel enthält die richtigen Schwerpunktsetzungen:
Es hat den einzelnen jungen Menschen im Blick und öffnet ihm
differenzierte Angebote der individuellen Förderung. Mit der Ausweitung
des Ganztagesangebots auf die beruflichen Schulen, das eine
Rhythmisierung entlang der Arbeitswelt vorsieht, setzt es völlig neue
Akzente. Die Dualisierung der berufsvorbereitenden Bildungsgänge
mobilisiert durch berufspraktische Impulse neue Kräfte bei den jungen
Menschen – sie bekommen als ‚unbeschriebenes Blatt‘ zugleich die Chance
auf einen echten Neustart.
Das neuartige Angebot von Englisch in
der Berufsschule richtet sich an Berufseinsteiger, die in einer
globalisierten Welt erfolgreich bestehen sollen“, bewertet der
Bildungsexperte für den Bereich berufliche Bildung Teufel die bekannt
gemachten Umsetzungsvorschläge des Kultusministeriums.
„Mit dem
neuen Profil Umwelttechnik am beruflichen Gymnasium werden die
beruflichen Schulen gestärkt, insbesondere auch an Standorten im
ländlichen Raum. Zugleich gelingt es für den Wachstumsbereich
‚ökologische Technik‘ junge Menschen zu begeistern und damit die
notwendigen Fachkräfte im Bereich der Ingenieur- und der
Naturwissenschaften auszubilden“, analysiert Teufel weiter. In diesem
Zusammenhang konnte Teufel auch das neue Technische Gymnasium in
Schramberg gewinnen.
„Damit der heute vorgestellte ‚Masterplan
2015‘ möglich wurde, haben die CDU-Landtagsfraktion gemeinsam mit ihrem
Koalitionspartner schon im Nachtragshaushalt 2010 bis zu 10 Mio. Euro
für das Jahr 2011 eingestellt“, erläutert Teufel abschließend.
Hintergrund
Die
Enquetekommission „Fit fürs Leben in der Wissensgesellschaft -
berufliche Schulen, Aus- und Weiterbildung“ hat zwischen Oktober 2009
und Dezember 2010 über 50 Handlungsempfehlungen zur Stärkung der
beruflichen Schulen, der dualen Ausbildung und der allgemeinen und
beruflichen Weiterbildung im Land entwickelt. Diese umfassen insgesamt
160 Einzelempfehlungen und wurden fraktionsübergreifend befürwortet:
fast 90 Prozent der Handlungsempfehlungen wurden einstimmig beschlossen.
Am 15. Dezember 2010 hatte der Landtag von Baden-Württemberg den
Abschlussbericht der Enquetekommission einstimmig angenommen.





