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Der Einsatz für die Landschaft muss sich finanziell lohnen

Schiltach/Schramberg (czh). Die außerordentliche Vielfalt landwirtschaftlicher Betriebe im Mittelbereich Schramberg stellte der Landschaftsentwicklungsverband bei einer Rundreise einigen Abgeordneten und Fachleuten vor.

 

Schon der Treffpunkt der Besucher auf dem Schwenkenhof in Schiltach zeigte mit der bekannten Vesperstube ein Standbein für landwirtschaftlichen Zuerwerb. Schiltachs Bürgermeister Thomas Haas begrüßte die Abgeordneten Elisabeth Jeggle aus dem Europaparlament sowie aus dem Landtag Sandra Boser aus Wolfach und Stefan Teufel aus Rottweil.

 

Die Gemeinden im Mittelbereich Schramberg seien gemeinsam bemüht, ihre Gemarkung möglichst weit offen zu halten. Unterstützt werde man dabei vom gemeinsam gegründeten Landschaftsentwicklungsverband und vielen aktiven Bauern in der Region. Dennoch müsse man feststellen, dass "sich auch viele der Nebenerwerbsbetriebe nicht halten können" und man neue Wege zur Offenhaltung der Landschaft gehen müsse. Die aufwändige Bewirtschaftung von Hanglagen sollte bei der anstehenden Agrarreform 2013 besonders gefördert werden, ebenso die extensiv genutzten Flächen für Ziegen- und Schafweiden. Nur durch landwirtschaftliche Nutzung als Weiden könnten die Flächen an steilen Hängen vor dem Zuwachsen bewahrt werden, erläuterte Haas.

Standhaftigkeit und Mut bewiesen die Bewirtschafter auf dem Höfenhof mit ihrem Stallbau mit 15 Mutterkuhplätzen und Gartenbauseminaren.

Auch auf dem Hansjörgenhof im benachbarten Rohrbach wurde der Neubau eines Laufstalls mit Melkstand für eine Milchviehherde besichtigt.

Die Investitionsförderung für die kleineren Betriebe im Schwarzwald werde auch von den Landwirtschaftsämtern befürwortet, wenn sie Einkommen sichern könnten, erklärte Hans Klaiber, der Leiter im Landwirtschaftsamt Rottweil. Solche Betriebe seien wichtig, weil sie langfristig die Bewirtschaftung ihrer Wiesen und Weiden sicherten und damit auch für das Auge von Erholungssuchenden etwas bieten können.

 

Für Elisabeth Jeggle waren die vorgestellten Beispiele wichtig, weil sie zeigten, dass nur mit einer gezielten Förderung durch EU, Land und Gemeinden das gewünschte "Greening" funktionieren könne. Damit sollten bei der EU-Agrarreform 2013 die Landwirte für landschaftspflegerische Arbeiten für die Allgemeinheit stärker gefördert werden. Mit dem Wachsen und Grünen der Landschaft dürfe allerdings nicht auch die Bürokratie anwachsen.