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CDU Fraktions-vorsitzender

Peter Hauk MdL

peter-hauk-mdl.de

CDU-Fraktionschef Peter Hauk bei der Mittelstandsvereinigung in Vöhringen

„Wer die Hände in den Schoß legt, hat schon verloren. Es gilt anzupacken.“

Freitag, 11.03.2011

 

„Es gilt die Herausforderungen anzunehmen. Wer die Hände in den Schoß legt, erreicht seine Ziele nicht.“ Was Peter Hauk, der 50-jährige Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion bei der Veranstaltung der Mittelstandsvereinigung im Gasthaus „Rötenmühle“ in Vöhringen den anwesenden mittelständischen Unternehmern empfahl, kam ihnen und ihrem Selbstverständnis sehr entgegen. Auch dass der CDU-Politiker aus dem Neckar-Odenwald-Kreis sich in ganz großem Maße für die Stärkung des ländlichen Raumes einsetzt, die dezentralen Strukturen im Land Baden-Württemberg als mitentscheidend für die Ausgewogenheit zwischen allen Regionen bezeichnete, wie dies in keinem anderen Bundesland der Fall ist, entsprach den Vorstellungen der Teilnehmer dieser Diskussionsveranstaltung unter Leitung von Klaus-Dieter Thiel, dem Kreisvorsitzenden der Mittelstandsvereinigung.

„Wir sind fleißig und wollen unsere Arbeit tun, aber wir brauchen dazu auch die notwendigen Voraussetzungen“, fügte der Unternehmer aus Wittershausen hinzu. Womit Peter Hauk neben der Bildungspolitik, bei der er besonders seinen Fraktionskollegen, den heimischen Abgeordneten Stefan Teufel für dessen erfolgreichen Einsatz zugunsten der Weiterentwicklung des beruflichen Schulwesens lobte, die Verkehrsinfrastruktur hervorhob. Und er machte klar: „Wir in der CDU sagen ja zum Straßenbau, und wir sagen ja zur Schiene.“ Und zur Ertüchtigung, zum weitgehend zweigleisigen Ausbau der Gäubahn, gefordert von Stefan Teufel und allen Mittelständlern. Peter Hauk: „Die aber bleibt eingleisig, wenn Stuttgart 21 mit der Schnellbaustrecke Wendlingen – Ulm verhindert wird. Denn die Bahn investiert nicht in eine Nebenstrecke, was die Gäubahn – besser: ICE-Strecke Stuttgart – Rottweil – Singen – Mailand – wäre, wenn S 21 nicht käme.“ Dies müsse jeder wissen, der noch immer gegen das Projekt Stuttgart ist.

Man muss ja sagen zu dem, was man will. Und auch einmal durchstehen, wenn es schwierig wird. So der CDU-Fraktionschef, der bei der Breitbandversorgung für das schnelle Internet darauf hinwies, dass die Politik „eigentlich“ nicht mehr dafür zuständig. Doch weil zwischenzeitlich dieser Bereich zur Grundversorgung wie Energie und Wasser zu zählen sei, „haben wir haben als erstes Flächenland für die die Verlegung des Breitbandes in einem Bereich von 72 Prozent gesorgt.“ Fehlt das restliche Viertel. Peter Hauk: „Wir haben nochmals 30 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt und wollen, dass jedes Haus und jeder Hof ans schnelle Internet kommt, wenn auch teilweise per Satellit, wo dies nicht anders möglich ist.“

Die Herausforderungen annehmen: Dazu gehört für den CDU-Politiker die jungen Menschen zu qualifizieren, auch Frauen, die länger aus dem Beruf ausgeschieden waren, nachzuqualifizieren, ältere Arbeitnehmer dahingehend motivieren, dass sie ihre Erfahrungen im Beruf nutzen und an jüngere weitergeben. Dem bereits heute vorhandenen Fachkräftemangel, der sich noch weit mehr verstärken wird, will die CDU erst einmal durch das Nutzen der eigenen Potenziale begegnen – und erst dann, „und zwar nach den von uns definierten Bedingungen durch Zuwanderung lösen.“

Dass Mittelständler gleichzeitig essen und reden können, bewiesen sie mit der sehr lebhaften Diskussion während des gleichzeitig eingenommenen Mittagessens in der „Rötenmühle“. Wobei im Mittelpunkt der Debatte die Sorge um die Zukunft der ländlichen Räume angesichts der demografischen Entwicklung und des Ausblutens vor allem der kleineren Gemeinden stand. „Ich lebe gerne auf dem Land“, bekannte der in Mosbach beheimatete Peter Hauk, „hier ist die moderne Bürgergesellschaft zu Hause, hier engagieren sich noch die Menschen füreinander.“ Und auch deswegen lohne sich der Einsatz für die eigene Heimat, für die ländlichen Räume.

Und genau dafür passten die Programme der Landesregierung, ergänzte Stefan Teufel: „In der zu Ende gehenden Legislaturperiode sind Landesmittel in Höhe von 66 Millionen Euro geflossen.“ Daran müsse festgehalten und darüber hinaus „an Ort und Stelle“ mit dem von Peter Hauk beschworenen Geist und der Kreativität gemeinsam – Politik, Wirtschaft, Schulen und allen gesellschaftlichen Gruppen – mithelfen, dass die jungen Leute in ihrer Heimat eine Chance bekommen und nicht in die Ballungszentren abwandern.

„Wir als mittelständische Unternehmer wollen die Chancen nutzen“, schloss Klaus-Dieter Thiel mit dem Dank an Peter Hauk und an Stefan Teufel – auch für dessen erfolgreiche Arbeit in den vergangenen fünf Jahren für den Landkreis – die Veranstaltung ab, „die uns Mut machte, die Herausforderungen anzunehmen.“ Was aber nur dann gelinge, wenn die politischen Rahmenbedingungen stimmten.