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Dienstag, 22.05.2012
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Stuttgart - Haus der Abgeordneten, Fraktionssitzung

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„Bei der Wahl am kommenden Sonntag geht es um die Zukunft unseres Landes“

Landtagsabgeordneter Stefan Teufel absolviert Mammutprogramm in Deißlingen und Lauffen

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„Am kommenden Sonntag geht es um unser Land. Und das ist ganz schön viel.“ So schlicht, aber auch so treffend kann das Schlusswort einer Diskussionsveranstaltung sein. Mit dem Landtagsabgeordneten Stefan Teufel im Gasthaus „Hohenzoller“ in Deißlingen, so formuliert von Jochen Schwarz, dem CDU-Ortsverbandsvorsitzenden, der nicht nur die Abendveranstaltung moderierte, sondern den Abgeordneten dieses Wahlkreises seit der Mittagszeit von einem Termin zum nächsten begleitet hatte und der ihm spät abends seine Bewunderung zollte: „Auch nach so vielen Stunden bist du noch immer fit überzeugst darüber hinaus durch deine präzisen Aussagen und Antworten, vermittelst Politik lebendig und authentisch und das alles ohne jeden polemischen Unterton.“

Polemik gehörte auch nie zum Stil des christdemokratischen Politikers, viel lieber sind ihm da ein paar scherzhafte Bemerkungen die Lockerheit, die zum Ernst der Politikgestaltung für ihn auch dazu gehört. So auch beim ersten Termin, dem Besuch des katholischen Kindergartens mit der neuen Kinderkrippe St. Josef in Lauffen. Aktuell werden in der Gruppe der Ein- bis Dreijährigen sieben Kinder betreut, möglich sind bis zu 20 Kindern, wie die Leiterin, Daniela Osvald sowie die Erzieherinnen Stefanie Rieger und Silke Strebel berichteten. Viel Lob und Anerkennung gab’s für die geleistete Arbeit, dazu ein Anliegen der Erzieherinnen an den Politiker: Sie halten den Personalschlüssel für zu eng, um Projekte durchführen zu können.

Ein Thema, das Stefan Teufel versprach mitzunehmen in seine politische Tätigkeit, aber er scheute sich auch nicht, Lob aus dem Mund von Bürgermeister Ralf Ulbrich für die Landespolitik anzunehmen. Denn vieles wäre ohne die Förderprogramme nicht zu verwirklichen. Schon gar nicht die neue Sporthalle, durch deren Rohbau Bürgermeister Ralf Ulbrich Stefan Teufel und Jochen Schwarz führte, die beide dem Projekt „Großstadtniveau“ bescheinigten. Ähnlich begeistert zeigten sich die Gäste auch von der neuen Heizzentrale, die sie ebenfalls besichtigten.

Beim anschließenden Besuch der Firma Weisshaar, dem seit nunmehr zwölf Jahren Geschäftsführer Andreas Wagner vorsteht und der die Mitarbeiterzahl von damals sechs auf heute 95 gesteigert hat, wurde auch die Energiepolitik debattiert, bei der der Chef des Unternehmens mit dem Hinweis, dass heutzutage vier Prozent der Produktionskosten solche der Energie sind, eine rationale Energiedebatte anmahnte. Ministerpräsident Stefan Mappus habe zu der aufgekommenen Diskussion über die Kernenergie die richtigen Worte gefunden, sagte Stefan Teufel: „Der von SPD und Grünen geforderte sofortige Ausstieg aus der Kernenergie zeige, dass die Opposition weit weg sei von einem realistischen Bezug zur Wirklichkeit. Der CDU-Politiker: „Wir forcieren den Weg in die regenerativen Energien und wir streben den Ausstieg aus der Kernenergie an. Weil wir aber keine Showpolitik machen, suchen wir den Konsens darüber europa- und auch weltweit.“

Der nächste Termin - der Kontrast: die Stille und die nachdenkliche Betrachtung anschließend in der Kirche St. Laurentius in Deißlingen. Edgar Natschke, der verantwortlich gezeichnet hatte für die sehr gelungene Renovation der Pfarrkirche (und im Übrigen auch Bauleiter der Kinderkrippe gewesen war), sowie Pfarrer Edwin Stier erläuterten Stefan Teufel und seinen Begleitern die Maßnahmen dieser Basilika ähnlichen Kirche, die durch die Renovation sowohl ihren ursprünglichen Charakter bewahrt hat wie dass sie ein neues Flair mit der Hinführung zu Jesus Christus als dem Mittelpunkt des Glaubens erhalten hat.

Die besondere Atmosphäre dieses Besuchs in der Kirche prägte auch das anschließende Gespräch im Pfarrhaus, an dem unter anderem auch Diakon Elmar Schmeh teilnahm und bei dem die Notwendigkeit unterstrichen wurde, dass neben Technik und Naturwissenschaft die geistigen Grundlagen ihren gleichberechtigten Platz finden müssten: in einer Gesellschaft, die auch angesichts von bisher nicht gekannten Naturkatastrophen und sich überschlagender Ereignisse neu das Nachdenken und die Unterscheidung von wichtig und weniger bedeutend lernen müsse. Und dass die Würde des Menschen über allem zu stehen habe.

Was dann fast nahtlos überführte in die anfangs beschriebene Diskussionsveranstaltung im Gasthaus „Hohenzoller“. Wo deutlich wurde, dass so scheinbar profane Befunde wie die von Stefan Teufel dargestellte Notwendigkeit einer soliden Finanzpolitik und auch die von dezentral gestalteten und wohnortnahen Pflegeheimen – dies nur zwei von zahlreichen Themen – ein Bild vom Menschen als Grundlage haben, aus dem heraus Politik für den Einzelnen aus christlich-sozialer Verantwortung gestaltet wird.